Sonntag, 10 September 2017 14:29

Die Leviros - Eine außergewöhnliche Familie, die sich vom Staat abmeldet, um ein freies und selbstbestimmtes Leben zu führen | Teil 2

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familie leviro 5Trautes Heim, Glück… oh nein!

„Papa, wann gehen wir denn wieder nach Hause?“, drängelte Lia, die Jüngste unserer drei Kinder, aus heiterem Himmel. „Kleines, das ist unser Zuhause!“, entgegnete ich. Dass unser Zuhause nun nicht mehr das schöne, große Einfamilienhaus in unserem alten Dorf war, konnte Lia, damals gerade 3-jährig geworden, nicht ganz einfach nachvollziehen, nachdem wir in unser neues Haus in einem anderen Landesteil der Schweiz gezogen waren, um unseren Kindern freie Bildung ermöglichen zu können. Aber an den neuen Ort konnten auch wir Eltern uns nicht richtig gewöhnen.
Die Angst, nicht doch einen großen Fehler zu machen, wuchs erneut heran. Unseren ersten Termin mit der Schulbehörde hatten wir wenige Tage nach dem Einzug. Klare Zieldefinitionen gaben uns einen roten Faden in dieser neuen Welt. Allerdings war uns das bereits wieder zu viel aufgezwungene Vorschrift. Zudem fühlten wir uns durch unsere Unsicherheit auch im neuen Dorf nicht wirklich wohl.

Rien ne va plus

Da wir uns neu orientiert hatten und einer wertvolleren Arbeit nachzugehen versuchten, distanzierten wir uns auch mehr und mehr von unserem Unternehmen, welches wir eigentlich zu leiten hatten. Nach und nach liefen uns die Kunden davon, riefen an, um sich zu beschweren und Angestellte kündigten ihren Arbeitsvertrag. Dagegen hatten wir uns auch nicht gewehrt, da wir ohnehin nicht mehr hinter dieser Arbeit und der Philosophie unseres eigenen Unternehmens stehen konnten.

Rational betrachtet standen wir vor dem Abgrund und es war nur eine Frage der Zeit, bis wir ins Bodenlose stürzten, ohne Sicherheit, ohne Geld und ohne Perspektiven, da wir im Begriff waren, alles wegzuwerfen, was uns in dieser Gesellschaft am Leben hält. So blieb uns keine andere Wahl, als die Dinge irrational anzugehen und ein unerschütterliches Vertrauen in uns und in das Leben selbst aufzubauen. Die Sorge um unsere Kinder und ihre Entwicklung, finanziell nicht zugrunde zu gehen und unser Unternehmen überhaupt noch verkaufen zu können, vermischte sich mit dem pochenden Trieb in uns, beharrlich zu bleiben und weiter unseren Weg zu gehen.

Wir fingen an, uns näher mit dem gesamten Leben zu beschäftigen und verstanden, dass es unausweichlich war, unsere Erkenntnisse zu vertiefen und in uns zu gehen. Wir begannen morgens zu meditieren und Yoga zu machen, verinnerlichten, dass wir wahre Meister unseres eigenen Lebens waren. Wir lernten, zu dem Kern unseres Seins vorzudringen, all unseren Besitz loszulassen und unsere Entscheidungen ab sofort nur noch vom Herzen und nicht mehr vom Kopf bestimmen zu lassen. Wir öffneten uns für ein Leben in Freiheit, wahrer Freude und vollkommenem Glück.

Unsere innere Arbeit schien Früchte getragen zu haben und wir machten das Unmögliche möglich: Uns vom Geschäft zu entbinden, beim Staat und bei der Schulbehörde abzumelden und ein neues Zuhause für unsere weitere Lebensreise zu finden: Ein Wohnmobil, das wir nur aufgrund des Unternehmensverkaufs bezahlen konnten. Dies war nebst einem kleinen Haufen, den wir im Schopf der Großeltern verstaut haben, noch das einzige Besitztum in unserem Leben. Zur Unterstützung, unsere alten Denk- und Verhaltensmuster loszulassen, trennten wir uns nämlich gleich auch von all unseren Geräten, Möbeln und Erinnerungen, an denen wir Menschen so sehr festhalten.

Dadurch, dass wir in uns gegangen und beharrlich unserer Intuition gefolgt sind, uns kraftvoll und voller Vertrauen ins Leben gestürzt haben, stehen wir nun am Ziel unserer Verinnerlichung: Wir sind frei! Wir sind aber noch nicht am Ende unseres Weges angelangt, nur weil wir unser Ziel erreicht haben. Ein Leben voller Glück, wahrer Freude und grenzenloser Freiheit liegt vor uns.

Die wahre Lebensreise beginnt

Es war ein milder Frühlingstag. Der Schnee und die Kälte wichen wärmenden Sonnenstrahlen und die ersten Schneeglöckchen symbolisierten einen Neuanfang. Der Himmel war stahlblau, keine einzige Wolke war zu sehen. Die Kinder hatten ihre letzten Habseligkeiten in das Wohnmobil geräumt und richteten sich voller Aufregung und kindlicher Freude in ihrem neuen Zuhause ein, das doch tatsächlich auch noch Räder besaß. Ziel hatten wir keines – und doch lockte die Wärme des Südens. So erreichten wir nach zwei Tagen die Grenze zu Frankreich. Die weiten Landschaften boten immer wieder Möglichkeiten, unser Wohnmobil mitten in der Natur, an versteckten Plätzen zu parken, wo wir ungestört die Nacht verbringen konnten.

Vogelgezwitscher und die ersten Sonnenstrahlen, welche durch die Baumkronen schienen, weckten uns morgens. Der Blick vom Bett aus dem Fenster überraschte uns immer wieder durch atemberaubende Landschaftsbilder, wie offene Wälder, schneebedeckte Berge, sattgrüne Hügel und zu guter Letzt sogar das Meer, als wir Spanien und sein mildes Klima durchreisten. Unsere Familie war erstmals so richtig spürbar vereint. Diese Verbundenheit wuchs von Woche zu Woche und machte sich besonders bei den Kindern bemerkbar. Wir fühlten tief in uns ihre Freude und durften miterleben, wie sie mehr und mehr aufblühten. Sie erzählten uns Dinge aus der Schule, dem Kindergarten, Erlebnisse und Geschichten von Freunden, die wir früher nie erfahren hatten. Wir gaben ihnen ganz einfach die Gelegenheit, sie ausführlich zu erzählen.

familie leviro 6Wir waren eine Familie und am Puls des Lebens. Kein Ziel war uns zu weit und die Freiheit lockte uns, Kulturen und Sitten kennenzulernen, die uns noch nicht vertraut waren. Die Rede war von der arabischen Welt. Mit den Kindern gingen wir die Landkarten in unserem Riesen-Atlas durch, worauf sie Feuer und Flamme waren, den Norden des afrikanischen Kontinents zu entdecken. Nur zwei Wochen später stand unser Wohnmobil inmitten der Sanddünen der Sahara. Alleine campierten wir vor einem verlassenen Hotel, wo wir tagsüber im Pool der weit über 40° Grad heißen und besonders trockenen Luft entkamen.

Nach dem Abendessen brachen wir jeweils auf, die Wüste auf eigene Faust zu entdecken. Eines Abends wollten die Kinder unbedingt eine Düne erklimmen, die weit über die restliche Landschaft ragte. Um ihnen symbolisch zu vermitteln, dass sie alles erreichen können, wollten wir dieses Ziel umsetzen. Den Weg dahin hatten wir jedoch vollkommen unterschätzt. Die Nacht war inzwischen hereingebrochen und erst Stunden später standen wir auf dem Gipfel dieser gigantischen Sanddüne und blickten über die magische Sahara. Der volle Mond tauchte die um uns liegende Wüste in ein geheimnisvolles Licht, keiner von uns konnte noch wirklich sagen, ob wir nicht träumten. Gemeinsam erlebten wir ein Naturschauspiel, das mit Worten kaum zu erklären ist. Alles, was uns in jener Nacht gezeigt wurde, ist, dass wir auf dem richtigen Weg waren und wir uns von nun an nur noch von unserer Intuition leiten lassen, dem Leben vollends vertrauen und nicht umkehren, ehe uns unser Bauchgefühl dazu bewegt.

Im dritten Teil erleben Sie die Weiterreise der Leviros nach Zentralamerika, die Begegnung mit einem geheimnisvollen Indianer und wie sie sich anhand intensiver innerer Arbeit ein Leben in purer Freude, wahrem Glück und unvorstellbarer Freiheit ermöglichten.

++ Fortsetzung folgt ++

Weitere Informationen

  • Bildquelle(n): Manuel Leviro
  • Textquelle(n): Manuel Leviro
Letzte Änderung am Sonntag, 10 September 2017 15:12
Volker Buchwald

Ich bin Initiator des Treffpunkt Lebensfreunde Internetportals und Netzwerks, mit dem ich Menschen, die sich für ganzheitliche Gesundheit und eine bewusstere Lebensgestaltung interessieren, eine zentrale Informations- und Kommunikationsplattform im Internet bieten möchte.

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